Foto: Deutsches Hygiene-Museum Dresden
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"Ammoniak-Entwickler"

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Bildtafel

Objektdaten

InventarnummerDHMD 2020/5
Datierung1903 - 1913
MaterialPapier, Pappe, Holz (Eiche), Glas, Metall (Eisen), Farbe (Aquarellfarbe)
TechnikDruck, Koloration, Rahmung, Lackierung
handschriftlichD 17
HerstellungshinweisMax Bässler, Dresden-A. Blasewitzerstr. 72 Spiegel- und Bilder-Rahmen Fabrik Sopha-, Pfeiler-, Trumeaux-, und Saal-Spiegel Gardinen- und Portièren-Stangen etc. Specialität: massen-Einrahmungen von Reklame-Plakaten Telephon: Amt I Nr. 3595. Höchste Auszeichnungen, Goldene Medaillen, Ehrenkreuze, Ehrendiplome etc. Marseille 1899 - Dresden 1891 - Nizza 1899
Objektmaß (HxBxT)35,2 x 48 x 1,1 cm (ohne Klappöse), 37 x 48 x 1,1 cm (mit Klappöse)

Beteiligte

Hersteller/in Max Bässler Spiegel- und Bilder-Rahmen Fabrik
Deutschland, Dresden
Deutsches Reich
Erwähnte Person Karl August Lingner (1861 - 1916)
Dresden
Deutsches Reich

https://d-nb.info/gnd/119469111

Objektbeschreibung

Schematische Darstellung des Ammoniakentwicklers (auch Ammoniakverdampfer). Ein Teil der Außenwand wurde entfernt, um das Innere sichtbar zu machen. Die Einzelteile sind nicht beschriftet, jedoch farblich voneinander abgehoben: Verdampfungskessel (grau, oben), Spiritusbrenner (gelb), Wärmeschutzmantel (grau), Metallschlauch zur Weiterleitung der Dämpfe (braun), Tropfrinne (gelb). Dunkler Holzrahmen aus vier vernagelten Leisten, verglast, oben dreieckige Klappöse zur Aufhängung. Rückenplatte aus Pappe, darauf Etikett mit Herstellervermerk der Rahmung: "Max Bässler, Dresden-A. Blasewitzerstr. 72 Spiegel- und Bilder-Rahmen Fabrik Sopha-, Pfeiler-, Trumeaux-, und Saal-Spiegel Gardinen- und Portièren-Stangen etc. Specialität: massen-Einrahmungen von Reklame-Plakaten [...]". Unten rechts handschriftlich "D 17".

Zusatzinformationen

Bei der Grafik handelt es sich um einen Nachdruck eines in der Ausstellung "Volkskrankheiten und ihre Bekämpfung" gezeigten Bildes. Dort wurde eine Serie von mindestens 16 Abbildungen, jeweils zusammen mit einem Original des abgebildeten Geräts, präsentiert. Die handschriftliche Nummer auf der Rückseite entspricht wahrscheinlich der Zuordnung innerhalb der Ausstellungsgruppe "Desinfektion". Zur Deutschen Städteausstellung 1903 in Dresden beteiligte sich der Industrielle Karl August Lingner mit der Sonderausstellung "Volkskrankheiten und ihre Bekämpfung". Sie entstand unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Ludwig Lange, 1903 Leiter der Bakteriologischen Abteilung im Dresdner Chemischen Laboratorium. Die Sonderausstellung (30. Mai bis 30. September 1903) erregte großes Aufsehen durch die neue Art der Darstellungen und Belehrungsformen. Auf Grund des großen Interesses von Fachleuten, Behörden und Besuchern wurde sie bis 1906 in 3 weiteren Städten gezeigt: Frankfurt/Main (28. November 1904 bis 10. April 1905), München (28 .Juli bis 4. November 1905) und Kiel (7. Juli bis 17. September 1906). Insgesamt 673 300 Besucher verzeichnet die Statistik. Der große Erfolg 1903 in Dresden war Ausgangspunkt für die Planung eines Hygiene-Museums. Funktionsweise des Apparats: Nach der Desinfektion eines Raums mit verdampftem oder vernebeltem Formaldehyd bliebt ein stechender Geruch zurück. Dieser kann durch den Einsatz von Ammoniak weitgehend neutralisiert werden. Der Kessel wird mit Ammoniaklösung (Salmiakgeist) befüllt. Diese wird durch einen Spiritusbrenner verdampft, wobei Löcher im Wärmeschutzmantel des Apparats für ausreichende Belüftung sorgen. Über den Metallschlauch wird der Dampf durch das Schlüsselloch einer Tür geleitet. Auf der Innenseite der Tür verhindert eine Tropfrinne die Beschädigung des Fußbodens durch herabtropfenden Ammoniak.



Letzte Aktualisierung: 18.06.2020 Permalink: https://sammlung.dhmd.digital/object/5669211f-3e1b-4071-8213-62edde7f4c12